Sterbe- und Trauerbegleitung:                            

Im Oktober 2006 begann meine Reise ins Unbekannte. Die Weichen für diese Reise - mich mit Herz und Verstand in freiem Fall in das Thema der Sterbebegleitung fallen zu lassen - wurden jedoch schon früher, nämlich im Jahr 2005, gestellt, als ich eines Tages eine berührende Dokumentation über die Hospizbewegung in Deutschland gesehen hatte.

Gedanken stiegen hoch: Wie muß es sein, wenn man im Sterben komplett alleine gelassen wird...wenn man ins Abseits geschoben wird und, wenn einem womöglich sogar die Freunde und Verwandten aus Scham, Angst und Unsicherheit den Rücken kehren...wenn die Besuche immer spärlicher werden, weil sich ein tödliches Krankheitsbild seinem Ende nähert, oder man selbst stumm an ein Bett oder sogar an Maschinen gefesselt ist. Eine schreckliche Vorstellung von einem würdelosen und einsamen Sterben.

Tiefe Bestürzung weckte schließlich meinen Hunger nach Information. Ich besorgte mir Bücher wie z.B: "Leben in Würde bis zuletzt" von Dorothee Döring und andere Bücher über die Hospizgemeinschaft, den Hospizgedanken, sowie Erfahrungsberichte von Sterbebegleitern. Auch im Internet wurde ich fündig und stieß auf die Seite der Tiroler Hospizgemeinschaft:

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In mir setzte sich der Hospizgedanke fest, der mich seither nicht mehr losläßt...

Nach vielen Überlegungen und einem Ringen mit mir selbst und meinen Ängsten, entschloß ich mich dann doch mich für einen 8-monatigen Lehrgang zur Sterbe- und Trauerbegleitung anzumelden, der hier in Tirol vom Zentrum für Sozialberufe (Caritas) angeboten wird, und, der auch ein Pflichtpraktikum in Hospiz, Altenheim oder einer ähnlichen Einrichtung erfordert. Der Lehrgang startete im Oktober 2006 mit einem sehr eindrucksvollen Selbsterfahrungsteil, und Augenblick beginne ich gerade mein Praktikum im Altenheim...ich werde  beizeiten davon berichten.

 

März 2007: Mein Altenheimpraktikum ist inzwischen vorüber und ich bin sehr dankbar über die Erfahrungen, die ich dort gemacht habe. In den ersten beiden Wochen begleitete ich das Pflegepersonal beim morgendlichen Anziehen und Waschen der Bewohner - für mich waren die pflegerischen Tätigkeiten ja komplett neu und ich bin froh, daß mir die Pfleger und Pflegerinnen alles immer sehr geduldig und anschaulich erklärt und gezeigt haben. Die letzteren zwei Wochen gestaltete ich etwas freier - ich führte viele Gespräche mit Heimbewohnern, schrieb drei Lebensläufe nieder und lernte so die Bewohner und Bewohnerinnen zusehends besser kennen.

Zwei Wochen nach dem Praktikum fand wieder ein Seminarblock statt, wo wir die Themenbereiche "Gesprächsführung" und "Angehörigen- bzw. Trauerbegleitung" vertieft haben. Der letzte Seminarblock im Mai 2007 war geprägt von den Themen Ethik, interkultureller Dialog in der Sterbebegleitung, sowie erneut noch einmal Selbsterfahrung.

Als eine große Herausforderung empfand ich die Auseinandersetzung mit dem selbstgewählten Thema meiner Abschlußarbeit - die Symbolsprache der Sterbenden. Sie können in diese Arbeit Einblick nehmen, indem Sie die entsprechende Rubrik in der Menüleiste öffnen und den Link zum PDF-Dokument anklicken.

          

Diese Seite befindet sich noch im Aufbau - ich werde in absehbarer Zeit noch weitere Informationen zum Thema Hospizgedanke, Hospizgemeinschaft, Sterbe- und Trauerbegleitung, sowie Literaturtipps einstellen. Erneutes Reinschauen auf die Seite lohnt sich...